Index > Aktivitäten > Events 2003 > Frieden schaffen ohne Gewalt - Gandhi, King, Ikeda

Frieden schaffen ohne Gewalt - Gandhi, King, Ikeda


> > > Fotos, Mitschnitte und Texte der Veranstaltungen < < <


Die Ausstellung und Veranstaltungsreihe Frieden schaffen ohne Gewalt - Gandhi, King, Ikeda fand vom 14. September bis 4. Oktober 2003 im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2003 statt.

Ausstellung Frieden schaffen ohne Gewalt - Gandhi, King, Ikeda Das Programm wurde veranstaltet von der GandhiServe Stiftung (GSS), der Soka Gakkai International Deutschland e.V. (SGI-D) und dem Martin-Luther-King-Zentrum e.V. (MLKZ) in Zusammenarbeit mit der Mahatma-Gandhi-Oberschule (MGOS), der Deutsch-Indischen Gesellschaft Berlin e.V. (DIGB), dem Mauermuseum - Museum Haus am Checkpoint Charlie (MHCC) und Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW).

Die Ausstellung war in diesem Zeitraum montags bis freitags von 9 - 18 Uhr in der Rotunde (3. Stock) des Berlin Rathaus dem Publikum zugänglich; am Wochenende und feiertags von 12 - 18 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung sowie zu den Veranstaltungen (ausgenommen dem Filmprogramm) war frei. Während der Öffnungszeiten war ein Bücher- und Informationstisch im Ausstellungsraum von zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern, die schichtweise gearbeitet haben, betreut. Jeder Betreuer wurde i.d.R. nur in einer Schicht eingesetzt, d.h. insgesamt betreuten ca. 60 Personen die Ausstellung. Die Ausstellung hat in Bild und Text das Leben und Werk von Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Daisaku Ikeda dokumentiert; drei Menschen also aus drei Kulturen, die ihr Leben dem Frieden gewidmet haben. Ausserdem wurden Exponate von Gandhi (Tagebuch, Briefe, Spinnrad, Handgesponnenes; Leihgaben von Peter Rühe und dem MHCC), King (Brief, Briefmarken, Fotos, Dokumente, Filmrolle; Leihgaben von MLKZ) und Ikeda (Foto-Kamera, Füller, Manuskripte; Leihgabe Daisaku Ikeda) ausgestellt, die viel Anklang fanden. Die Ausstellung inspirierte dazu, Dialog, Gewaltfreiheit und Respekt vor der Würde des Menschen nicht nur als ferne Ideale zu sehen, sondern auch im Alltag zu leben. Es war daher sehr erfreulich, dass ca. 10 Schulklassen die Ausstellung besuchten. Insgesamt wurden ca. 3.000 Besucher gezählt.

Im Rahmen des Filmprogramms wurden im Kino des MHCC die folgenden Filme gezeigt: Der Mensch Daisaku Ikeda und Buddhismus für den Frieden - Geschichte und Entwicklung der Soka Gakkai (15. - 22.9.), Dann war mein Leben nicht umsonst (Dokumentarfilm über Martin Luther King, 23. - 28.9.) und Mahatma (30.9. - 4.10.). Der Eintritt zu den Filmveranstaltungen betrug 7,50 Euro - eingenommen durch und zugunsten des Mauermuseum - und beinhaltete den Besuch des Museums. Die Filme wurden von jeweils 3 - 50 Besuchern besucht, wobei auch reguläre Besucher des Museums sich die Filme anschauen konnten.

Heissluftballon der Mahatma-Gandhi-Oberschule Zehn SchülerInnen von der MGOS in Berlin-Marzahn und ihr ehemaliger Lehrer, Herr Vogt, liessen am 20. September auf dem Vorplatz des Berliner Rathaus' einen von ihnen gefertigten Heissluftballon ca. 15m in die Höhe steigen. Der Ballon war mit einem Portrait Gandhis geziert und stellte ein Hinweis auf die Ausstellung und Veranstaltungsreihe dar. Der Ballon erregte bei den Besuchern rund um den Alexanderplatz Aufmerksamkeit und hat einige zusätzliche Besucher für die abendliche Festveranstaltung gewinnen können.

Bei dieser Veranstaltung spielte des Orchesters der SGI-D eine eigens für die Veranstaltung einstudierte Komposition. Nach der Begrüssung des Moderators Ulrich Allroggen hielt Peter Rühe (GSS) eine Begrüssungsrede. Der Chor der MGOS sang Stücke aus USA (englisch), Indien (hindi) und Japan (japanisch). Dr. Lawrence E. Carter hielt die Laudatio für den Empfänger der Gandhi-King-Ikeda - Auszeichnung, Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter. Die Auszeichnung wurde überreicht und Prof. Richter hielt eine bewegende Dankesrede. Nach der Veranstaltung gab es für die Besucher ein Büffet mit japanischen und indischen Spezialitäten und Getränke. Die Veranstaltung wurde von ca. 450 Menschen besucht, die dem Verlauf mit hoher Aufmerksamkeit folgten. Es herrschte eine feierlich-friedliche Atmosphäre, die der Bedeutung der Veranstaltung gerecht wurde.

Das Halbtagsseminar am 21. September mit Dr. Lawrence E. Carter zum Thema Daisaku Ikeda - Ein Leben für Frieden und Gewaltfreiheit fand im Louise-Schroeder-Saal des Berliner Rathaus' statt. Einleitend wurde der 20-minütige Video-Dokumentarfilm Gandhi, King, Ikeda - Community Builders (Englisch mit dt. Untertiteln) gezeigt, an den sich eine Rede von Dr. Carter anschloss über das Leben und die Friedensaktivitäten von Daisaku Ikeda. In der halbstündigen Pause wurde Kaffee und Kuchen angeboten. Der zweite 1,5-stündige Teil der Veranstaltung bestand ausschliesslich aus Fragen und Antworten. Die ca. 120 Seminarteilnehmer nutzen die Gelegenheit von der Kompetenz Dr. Carters zu profitieren. Das Publikum dankte Dr. Carter für seine beeindruckenden Ausführungen mit minutenlangen Beifall. Die Übersetzung wurde von Kathrin Büchs und Armin Jäger (beide SGI-D) durchgeführt.

Die Vortragsveranstaltung am 22. September von Dr. Carter zum Thema Gandhi, King, Ikeda - Gewaltfreiheit als Lebensprinzip im Vortragsraum des MHCC wurde von ca. 100 Personen besucht. Der interessante Vortrag von Dr. Carter wurde gefolgt von Fragen und Antworten.

Pfr. Heinrich Grosse beim Festvortrag Das Festprogramm zu Ehren von Martin Luther King fand am 27. September in Anwesenheit von Pfarrer Dr. Heinrich Grosse aus Hannover statt im Louise-Schroeder-Saal des Berliner Rathaus'. In seiner Festrede wies Dr. Grosse auf die Bedeutung von Mahatma Gandhi für Martin Luther Kings Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit hin. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Begrüssungsworte des Moderators Georg Meusel vom MLKZ und musikalischen Beiträgen des Chors der MGOS. Die Veranstaltung wurde von ca. 80 Zuhörern besucht, die interessiert Dr. Grosses Ausführungen zuhörten und im Anschluss Fragen stellten. Der Abend wurde beendet mit einem japanisch-indischen Büffet.

Das 3,5-stündige Halbtagsseminar am 28. September zum Thema Zur Entwicklung von Martin Luther Kings Philosophie der Gewaltfreiheit im Louise-Schroeder-Saal des Berliner Rathaus' wurde von ca. 30 TeilnehmerInnen besucht. Nach der Vorstellung der Seminarteilnehmer wurde, unter der Leitung von Dr. Grosse, ein Text zu King erarbeitet und das Seminarthema diskutiert. In der halbstündigen Pause wurden Kaffee und Kuchen angeboten und in der zweiten Hälfte wurde das Seminar mit Diskussionen fortgesetzt.

Der Vortrag von Dr. Grosse, der am 29. September im Vortragsraum des MHCC stattfand zum Thema Martin Luther King und seine Bedeutung für uns heute, wurde von 50 Besuchern besucht. Im Anschluss an den Vortrag durften Dr. Grosse Fragen gestellt werden.

Am 2. Oktober (Gandhis 134. Geburtstag) besuchte Frau Ela Gandhi vormittags die MGOS, wo es zunächst eine Führung gab und ca. 70 Schüler und Schülerinnen im Anschluß ein Kulturprogramm aufführten. Frau Gandhi gab während des Aufenthalts einer Radio-Journalistin von RBB MultiKulti ein Interview.

Mittags nahm Frau Gandhi an einem für sie gegebenen Empfang in der Indischen Botschaft teil, bei dem ca. 30 geladene Gäste anwesend waren. Danach fand eine Begegnung mit der Bürgermeisterin, Frau Karin Schubert, in ihrem Amtszimmer im Berliner Rathaus statt, bei dem die jüngere Geschichte Südafrikas, Frau Gandhis Heimat, diskutiert wurde.

Ela Gandhi im Gespräch mit Bürgermeisterin Karin Schubert Die Festveranstaltung im Grossen Saal des Berliner Rathaus', auf der Frau Gandhi zum Thema Was ich von meinem Grossvater Mahatma Gandhi gelernt habe sprach, hatte etwa 300 Besucher und wurde von Dr. Ursula-Maria Ruser-Bräunig moderiert. Der Vortrag wurde von Frau Rajyashree Ramesh übersetzt. Es sang der Chor der MGOS, die von zwei SchülerInnen auch ausführlich vorgestellt wurde. Eine szenische Darstellung von Gewaltfreiheit durch SchülerInnen der MGOS rundete das Programm ab, dass mit einem Empfang mit Imbiss im Vorraum abgeschlossen wurde. Das anschliessende Abendessen, veranstaltet von der GSS, fand in Anwesenheit von 20 geladenen Gästen im Restaurant Manjurani statt, das bei allen Festveranstaltungen einen indischen Imbiss spendierte.

Am 3. Oktober besuchte Frau Gandhi, auf Einladung des Direktors, Herrn Prof. Siebenhaar, in Begleitung von Herrn Rühe, das Jüdische Museum. Prof. Siebenhaar führte Frau Gandhi durch das Museum und unterhielt sich anschliessend mit ihr im Café.

Das von Prof. Jürgen Lütt (Humboldt Universität) geleitete Halbtagsseminar unter dem Titel Begegnung mit Ela Gandhi fand im Louise-Schroeder-Saal des Berliner Rathaus' statt und hatte ca. 140 TeilnehmerInnen. Im ersten 1,5-stündigen Teil des Seminars zeigte Frau Gandhi einen 15-minütigen Videofilm über ihren Grossvater väterlicherseits, Mahatma Gandhi, und das Konzept der Gewaltfreiheit und hielt ein Kurzreferat, von einer Powerpoint-Präsentation unterstützt. Die daran anschliessenden Fragen waren sehr vielffältig und interessant. Nach einer 30-minütigen Pause, in der Kaffee und Kuchen angeboten wurde, wurde das Seminar mit Fragen und Antworten fortgesetzt. Die Übersetzung wurde von Frau Rajyashree Ramesh und Herrn Martin Weers durchgeführt.

Am 4. Oktober fand im Ausstellungsraum der Ausstellung Frieden schaffen ohne Gewalt - Gandhi, King, Ikeda in der Rotunde des Berliner Rathaus' in Anwesenheit von Frau Gandhi eine Finissage statt, an der auch der ehemalige Präsident des Club of Rome, Herr Riccardo Hofleitner und der Herausgeber der spanischen Zeitung El Pais teilnahmen.

Am Nachmittag wurde besuchte Frau Gandhi das MHCC. Die zweistündige Führung wurde von Herrn Rühe durchgeführt.

Bei der Veranstaltung im Vortragsraum des MHCC hielt Frau Gandhi abends einen Vortrag zum Thema Die Bedeutung der Lehren Mahatma Gandhis für uns heute. Zu der Veranstaltung kamen ca. 100 Zuhörer, die Frau Gandhi nach dem Vortrag noch ca. 45 Minuten Fragen stellten. Die Übersetzung wurde von Frau Rajyashree Ramesh und Herrn Martin Weers durchgeführt.

Sponsoren der Ausstellung und Veranstaltungsreihe waren das Auswärtige Amt, Jet On Travels, Kern-Druck, Restaurant Manjurani, Satori Fitness Club Babelsberg und die Stiftung Umverteilen.

> > > Fotos, Mitschnitte und Texte der Veranstaltungen < < <